Davor Baggio

Davor Baggio
Psycholog. Berater, Coach und Mentaltrainer schreibt hier über Persönlichkeits-
entwicklung und andere Themen, die bewegen, berühren und Ihr Leben erleichtern.

Archiv für die Kategorie „Wundertüte“

Der Esel, der Vater und der Sohn – Eine Kurzgeschichte

Ein Vater zog mit seinem Sohn und einem Esel in der Mittagshitze durch die staubigen Gassen von Keshan.

Der Sohn führte und der Vater sass auf dem Esel.

„Der arme kleine Junge“, sagte ein vorbeigehender Mann. „Seine kurzen Beinchen versuchen mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten. Wie kann man so faul auf dem Esel herumsitzen, wenn man sieht, dass das kleine Kind sich müde läuft.”
Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und liess den Jungen aufsitzen.
Es dauerte nicht lange, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme: „So eine Unverschämtheit. Sitzt doch der kleine Bengel wie ein König auf dem Esel, während sein armer, alter Vater nebenherläuft.”
Dies tat dem Jungen leid und er bat seinen Vater, sich mit ihm auf den Esel zu setzen.
„Ja, gibt es sowas?” sagte eine alte Frau, „So eine Tierquälerei! Dem armen Esel hängt der Rücken durch, und der junge und der alte Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus. Der arme Esel!”
Vater und Sohn sahen sich an und stiegen beide vom Esel herunter und gingen neben dem Esel her.
Dann begegnete ihnen ein Mann, der sich über sie lustig machte: „Wie kann man bloss so dumm sein. Wofür hat man einen Esel, wenn er einen nicht tragen kann?“
Der Vater gab dem Esel zu trinken und legte dann die Hand auf die Schulter seines Sohnes.

„Egal, was wir machen”, sagte er, „es gibt immer jemanden, der damit nicht einverstanden ist. Ab jetzt tun wir das, was wir selber für richtig halten!“ Der Sohn nickte zustimmend.

Ja, so kann es uns gehen, wenn wir versuchen, es allen Recht zu machen.

Eine Indianergeschichte

Der Indianer und die Grille

Indianer, nicht nur die amerikanischen, haben schon immer eine Resonanz in mir ausgelöst. Als ich auf diese Geschichte gestossen bin, hat sie mich zum Nachdenken gebracht. Ist es nicht wunderschön, wie eine kurze Geschichte so viel Weisheit transportieren kann? Ich liebe Geschichten und deshalb möchte ich die folgende mit Ihnen teilen:

***

Ein Indianer, der in einem Reservat wohnte, besuchte seinen weissen Freund in der Grossstadt. Er war verwirrt vom vielen Lärm, von der Hektik und von der schlechten Luft.
Die beiden gingen die Strasse entlang. Plötzlich blieb der Indianer stehen und horchte auf: “Ich höre irgendwo eine Grille zirpen”.
“Du musst dich täuschen, hier gibt es keine Grillen. Und selbst wenn, dann würde man sie niemals bei diesem Lärm hören.” Der Indianer ging ein paar Schritte und blieb vor einem mit Efeu bewachsenen Haus stehen. Er schob die Blätter auseinander und fand die Grille.
“Natürlich hast du die Grille zirpen gehört. Dein Gehör ist besser geschult als meines”, meinte der weisse Mann.
Der Indianer schüttelte den Kopf.
“Das Gehör eines Indianers ist nicht besser als das eines weissen Mannes. Ich werde es dir beweisen.”
Er griff in seine Tasche, holte ein Geldstück heraus und warf es auf den Gehsteig.
Sofort blieben mehrere Leute stehen und sahen sich um.
“Siehst du mein Freund, es liegt nicht am Gehör. Was wir wahrnehmen, liegt ausschliesslich an der Richtung unserer Aufmerksamkeit.”

***

Dort, wo Ihre Gedanken und Ihr Bewusstsein sind, fliesst auch Ihre Lebensenergie. Das ist eine alte Weisheit, die wir von den Kahunas, den Priestern der uralten hawaiianischen Huna-Tradition (Huna-Magie) kennen. Ihre Lebensenergie beinhaltet die Schöpferkraft, die Vitalkraft, die die Macht besitzt, Materie zu kreieren und umzuwandeln.

Entscheiden Sie sich deshalb in jedem Augenblick ganz bewusst, wohin Ihre Energie fliessen soll. Vielleicht richten Sie Ihre Aufmerksamkeit mal nur auf Naturgeräusche, wie es der Indianer tut. Und staunen, wie viele wunderbare Dinge die Natur uns tagtäglich schenkt. Gerade jetzt sind die Wiesen voll von Farben. Schauen Sie sich die Blüten genau an, auch wenn Sie sie sonst schon tausend Mal im Vorbeigehen angeschaut haben und Sie werden überrascht sein, wieviel schöner sie sind, wenn Sie sie bewusst ins Bewusstsein nehmen. Als würden diese kleinen Blümchen sich an Ihrem Blick erfreuen.

Vielleicht richten Sie Ihren Blick aber auch auf Dinge, die Sie in Ihrem Leben gerne tun würden, aber es aus Zeitmangel, Geldgründen, privaten oder beruflichen Ausreden, Ups! Entschuldigung, ich wollte sagen Gründen nicht tun können. Oder nicht dürfen. Oder nicht wollen …

Hängen Sie Ihr Bewusstsein und Ihre Lebensenergie nicht an Problemen, die Sie damit nicht lösen können. Fragen Sie sich, was Sie wirklich wollen. Und lassen Sie sich von dieser Frage leiten und den vielen Antworten, die kommen werden, wenn Sie ihnen nur Raum geben.
Und Ihr Leben wird sich verändern …

Numerologie und Tarot: Alles Humbug? Nein, im Gegenteil!

Zuerst müssen wir uns mal bewusst machen, dass das Tarot ursprünglich nicht als Orakel im Sinne einer Zukunftsvorhersagerei erschaffen wurde, sondern als eine Art Einweihungsweg zur Selbst- und Welterkenntnis. Mit der Zeit ist diese Bedeutung verwässert und das Tarot wurde – und wird immer noch – meist zum Voraussagen der Zukunft genutzt. Manche Menschen nutzen es auch als einen Weg mit dem eigenen Unbewussten zu kommunizieren. Ich persönlich bin der Überzeugung, dass es auch dafür geeignetere und sicherere Wege gibt und sehe das Tarot dafür nicht als sonderlich geeignet, möchte diese Nutzung aber hier nicht als schlecht bezeichnen. Die ursprünglichen Tarot-Systeme hatten in sich eine Symbolik, die dazu geeignet war, den Menschen durch das meditative Vertiefen darin in einen veränderten Bewusstseinszustand zu bringen in dem er sich selbst sehr nahe kam und zu tiefer Selbsterkenntnis gelangen konnte. Zu diesen Systemen gehören zunächst das Delphische Tarot und danach - bereits in der Symbolik etwas verwässert -  das Rider Waite Tarot.
Die moderneren Decks sind in aller Regel frei von dieser ursprünglichen Symbolik. Sie mögen vielleicht künstlerisch ansprechend sein, aber ihren Wert als Einweihungsweg “im Sinne des Erfinders” haben sie leider eingebüsst.
Was hat nun die Chaldäische Numerologie mit Tarot zu tun?
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Weihnachten ist doch viel zu altmodisch. Nun wird es überarbeitet!

Letzte Woche hat die UNO-Wirtschaftskommission dem letztes Jahr gestellten Antrag eines Abgeordneten zugestimmt, die veraltete Terminologie der heutigen Zeit anzupassen. Sie wird ab sofort gültig.
Hier folgt sie in umschreibender Weise:
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Eine Fälschung zwar, aber amüsant …

Die folgenden Zeilen werden manchmal Kurt Tucholsky in die Schuhe – oder besser in den Mund – geschoben. Er soll es 1930 in “Die Weltbühne” niedergeschrieben haben. Ich habe mir jedoch sagen lassen, dass dies nicht stimmt. Den Text möchte ich Ihnen aber trotzdem nicht vorenthalten, denn er ist amüsant und nicht ohne einer gehörigen Prise Ironie.
Natürlich ist auch hier jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen oder gerade bestehenden Situationen und gesellschaflichen Geschehnissen rein zufällig. Ein Schelm, wer hier anders denkt.
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2.Teil: Wenn Kinder schreiben …

Wie versprochen, hier die Fortsetzung zum Weiterschmunzeln :-)

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Wenn Kinder schreiben …

Irgendwo in den Tiefen des Internets habe ich ein paar Beispiele von lustigen Kindersätzen gefunden und möchte sie hier mit Ihnen teilen. Falls der Urheber sie hier bei mir findet, mag er mir verzeihen, dass ich ihn (oder sie) nicht erwähnt habe. Tue es dann aber gerne nachträglich.

Hier ein paar dieser Perlen zum Schmunzeln:

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