Davor Baggio

Davor Baggio
Psycholog. Berater, Coach und Mentaltrainer schreibt hier über Persönlichkeits-
entwicklung und andere Themen, die bewegen, berühren und Ihr Leben erleichtern.

Autorenarchiv

Der Esel, der Vater und der Sohn – Eine Kurzgeschichte

Ein Vater zog mit seinem Sohn und einem Esel in der Mittagshitze durch die staubigen Gassen von Keshan.

Der Sohn führte und der Vater sass auf dem Esel.

„Der arme kleine Junge“, sagte ein vorbeigehender Mann. „Seine kurzen Beinchen versuchen mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten. Wie kann man so faul auf dem Esel herumsitzen, wenn man sieht, dass das kleine Kind sich müde läuft.”
Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und liess den Jungen aufsitzen.
Es dauerte nicht lange, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme: „So eine Unverschämtheit. Sitzt doch der kleine Bengel wie ein König auf dem Esel, während sein armer, alter Vater nebenherläuft.”
Dies tat dem Jungen leid und er bat seinen Vater, sich mit ihm auf den Esel zu setzen.
„Ja, gibt es sowas?” sagte eine alte Frau, „So eine Tierquälerei! Dem armen Esel hängt der Rücken durch, und der junge und der alte Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus. Der arme Esel!”
Vater und Sohn sahen sich an und stiegen beide vom Esel herunter und gingen neben dem Esel her.
Dann begegnete ihnen ein Mann, der sich über sie lustig machte: „Wie kann man bloss so dumm sein. Wofür hat man einen Esel, wenn er einen nicht tragen kann?“
Der Vater gab dem Esel zu trinken und legte dann die Hand auf die Schulter seines Sohnes.

„Egal, was wir machen”, sagte er, „es gibt immer jemanden, der damit nicht einverstanden ist. Ab jetzt tun wir das, was wir selber für richtig halten!“ Der Sohn nickte zustimmend.

Ja, so kann es uns gehen, wenn wir versuchen, es allen Recht zu machen.

Der Holzfäller – Eine Geschichte zum Nachdenken

Ein Spaziergänger bleibt bei einem Holzfäller stehen, der gerade einen riesigen Berg Holz hackt. Das geht ziemlich langsam voran, weil seine Axt stumpf ist und er ist sichtlich unzufrieden.
Der Spaziergänger fragt den Mann, warum er denn nicht zuerst die Axt schärft. Der Holzfäller deutet daraufhin etwas genervt auf den Holzhaufen, der noch vor ihm liegt und antwortet: “Das ist doch klar – sehen Sie das nicht? Keine Zeit!”

Keine Zeit … Kein Geld … Welche Ausreden, ähmm, natürlich Gründe ;-) , fallen uns Menschen nicht immer wieder ein um etwas, das wichtig für uns wäre und/oder uns Freude machen würde, nicht zu tun? Es lohnt sich, immer wieder mal inne zu halten und Prioritäten zu setzen. Und nicht zu vergessen, dass wir die Hauptrolle in unserem Leben spielen sollten. Denn wenn Du glücklich bist, sind es auch die Menschen, die mit Dir zusammen leben.

Eine Indianergeschichte

Der Indianer und die Grille

Indianer, nicht nur die amerikanischen, haben schon immer eine Resonanz in mir ausgelöst. Als ich auf diese Geschichte gestossen bin, hat sie mich zum Nachdenken gebracht. Ist es nicht wunderschön, wie eine kurze Geschichte so viel Weisheit transportieren kann? Ich liebe Geschichten und deshalb möchte ich die folgende mit Ihnen teilen:

***

Ein Indianer, der in einem Reservat wohnte, besuchte seinen weissen Freund in der Grossstadt. Er war verwirrt vom vielen Lärm, von der Hektik und von der schlechten Luft.
Die beiden gingen die Strasse entlang. Plötzlich blieb der Indianer stehen und horchte auf: “Ich höre irgendwo eine Grille zirpen”.
“Du musst dich täuschen, hier gibt es keine Grillen. Und selbst wenn, dann würde man sie niemals bei diesem Lärm hören.” Der Indianer ging ein paar Schritte und blieb vor einem mit Efeu bewachsenen Haus stehen. Er schob die Blätter auseinander und fand die Grille.
“Natürlich hast du die Grille zirpen gehört. Dein Gehör ist besser geschult als meines”, meinte der weisse Mann.
Der Indianer schüttelte den Kopf.
“Das Gehör eines Indianers ist nicht besser als das eines weissen Mannes. Ich werde es dir beweisen.”
Er griff in seine Tasche, holte ein Geldstück heraus und warf es auf den Gehsteig.
Sofort blieben mehrere Leute stehen und sahen sich um.
“Siehst du mein Freund, es liegt nicht am Gehör. Was wir wahrnehmen, liegt ausschliesslich an der Richtung unserer Aufmerksamkeit.”

***

Dort, wo Ihre Gedanken und Ihr Bewusstsein sind, fliesst auch Ihre Lebensenergie. Das ist eine alte Weisheit, die wir von den Kahunas, den Priestern der uralten hawaiianischen Huna-Tradition (Huna-Magie) kennen. Ihre Lebensenergie beinhaltet die Schöpferkraft, die Vitalkraft, die die Macht besitzt, Materie zu kreieren und umzuwandeln.

Entscheiden Sie sich deshalb in jedem Augenblick ganz bewusst, wohin Ihre Energie fliessen soll. Vielleicht richten Sie Ihre Aufmerksamkeit mal nur auf Naturgeräusche, wie es der Indianer tut. Und staunen, wie viele wunderbare Dinge die Natur uns tagtäglich schenkt. Gerade jetzt sind die Wiesen voll von Farben. Schauen Sie sich die Blüten genau an, auch wenn Sie sie sonst schon tausend Mal im Vorbeigehen angeschaut haben und Sie werden überrascht sein, wieviel schöner sie sind, wenn Sie sie bewusst ins Bewusstsein nehmen. Als würden diese kleinen Blümchen sich an Ihrem Blick erfreuen.

Vielleicht richten Sie Ihren Blick aber auch auf Dinge, die Sie in Ihrem Leben gerne tun würden, aber es aus Zeitmangel, Geldgründen, privaten oder beruflichen Ausreden, Ups! Entschuldigung, ich wollte sagen Gründen nicht tun können. Oder nicht dürfen. Oder nicht wollen …

Hängen Sie Ihr Bewusstsein und Ihre Lebensenergie nicht an Problemen, die Sie damit nicht lösen können. Fragen Sie sich, was Sie wirklich wollen. Und lassen Sie sich von dieser Frage leiten und den vielen Antworten, die kommen werden, wenn Sie ihnen nur Raum geben.
Und Ihr Leben wird sich verändern …

Numerologie und Tarot: Alles Humbug? Nein, im Gegenteil!

Zuerst müssen wir uns mal bewusst machen, dass das Tarot ursprünglich nicht als Orakel im Sinne einer Zukunftsvorhersagerei erschaffen wurde, sondern als eine Art Einweihungsweg zur Selbst- und Welterkenntnis. Mit der Zeit ist diese Bedeutung verwässert und das Tarot wurde – und wird immer noch – meist zum Voraussagen der Zukunft genutzt. Manche Menschen nutzen es auch als einen Weg mit dem eigenen Unbewussten zu kommunizieren. Ich persönlich bin der Überzeugung, dass es auch dafür geeignetere und sicherere Wege gibt und sehe das Tarot dafür nicht als sonderlich geeignet, möchte diese Nutzung aber hier nicht als schlecht bezeichnen. Die ursprünglichen Tarot-Systeme hatten in sich eine Symbolik, die dazu geeignet war, den Menschen durch das meditative Vertiefen darin in einen veränderten Bewusstseinszustand zu bringen in dem er sich selbst sehr nahe kam und zu tiefer Selbsterkenntnis gelangen konnte. Zu diesen Systemen gehören zunächst das Delphische Tarot und danach - bereits in der Symbolik etwas verwässert -  das Rider Waite Tarot.
Die moderneren Decks sind in aller Regel frei von dieser ursprünglichen Symbolik. Sie mögen vielleicht künstlerisch ansprechend sein, aber ihren Wert als Einweihungsweg “im Sinne des Erfinders” haben sie leider eingebüsst.
Was hat nun die Chaldäische Numerologie mit Tarot zu tun?
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Wie man lernt, Nein zu sagen

“Nein, nein, ich bin kein JA-Sager. Wenn der Chef NEIN sagt, sage ich auch NEIN.” Kommt Ihnen das bekannt vor. Natürlich nicht von Ihnen, aber Sie kennen sicher jemanden, der so denkt ;-)

Dabei ist es essentiell, in vielen Situationen Nein sagen zu können um es nicht später zu bereuen, sich zu ärgern und mit dem eigenen Ärger andere mit zu beglücken. Aber ist es einmal wieder passiert, nützt alles Ärgern nichts und man sollte sich fragen, wie man es hätte verhindern können und wie man es das nächste Mal optimal angeht.
Jedoch wird ein schroffes “Nein” auch nicht unbedingt beim Gegenüber Ekstase hervorrufen. Wie man es so anstellt, dass beide Seiten zufrieden sind? Ich zeige Ihnen ein einfache Möglichkeit, wie es geht.

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Bestellungen ans Universum in einem Seminar richtig lernen

Viele Menschen haben Wünsche und Träume und möchten, dass diese in Erfüllung gehen. Alle Menschen? Nein, leider nicht. Viele unterdrücken ihre Wünsche und zu träumen gestatten sie sich sowieso nicht mehr. Träumen ist doch was für Träumer, Kinder und Menschen, die der Realität nicht ins Auge sehen können oder wollen, sagen sie. Ist das wirklich so? Ich sage Nein und fordere Sie explizit auf, möglichst häufig ganz bewusst sich Tagträumen hinzugeben und auf sie zu achten. Träumen weckt unsere Kreativität, macht Mut, sprengt Grenzen …
Und Wünsche zeigen doch nur, dass Sie lebendig sind, sich entwickeln wollen und sind die Grundlage jeder Veränderung.
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Weihnachten ist doch viel zu altmodisch. Nun wird es überarbeitet!

Letzte Woche hat die UNO-Wirtschaftskommission dem letztes Jahr gestellten Antrag eines Abgeordneten zugestimmt, die veraltete Terminologie der heutigen Zeit anzupassen. Sie wird ab sofort gültig.
Hier folgt sie in umschreibender Weise:
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Free hugs – manchmal ist eine einfache Umarmung alles, was wir brauchen

Manchmal fühlen wir uns in einem Moment down, traurig, hilflos, allein … Und alle Techniken der Welt und Weisheiten der besten Trainer helfen in diesem Augenblick nicht viel. Wir schaffen es einfach nicht, uns “zusammenzuraffen” und aus eigener Kraft aufzustehen und weiter zu gehen.
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Wir wollen doch nur glücklich und zufrieden sein …

Der Schüler wusste, wenn er die Schule hinter sich hat, wird er glücklich sein und endlich das studieren, was ihm Spass macht. Dann als Student weiss er, dass er erst glücklich sein wird, wenn er das Diplom in den Händen halten wird. Geschafft! Aber als Diplom-Wasauchimmer ist es ja noch nicht so einfach, man braucht einen guten Job, also wird er halt erst dann glücklich sein, wenn er diesen gefunden hat. Und wenn er diesen hat, hat er alles erreicht. Halt, nein, was jetzt noch fürs Glück fehlt, ist eine tolle, einfühlsame, zärtliche, intelligente (oder wenigstens schöne …smile…) Frau. Na, die findet sich dann auch irgendwann und sie haben es schön. Aber so richtig glücklich werden sie ja auch erst wenn sie geheiratet haben und endlich eine Familie gründen können. Also wird geheiratet und na ja, eine Familie ohne Kinder ist auch keine richtige Familie. Aber Kinder zu haben und in einer Mietwohnung zu wohnen … Also muss zuerst ein Eigenheim her um dem Glück näher zu kommen.
Sie merken schon, diese Geschichte könnte man endlos fortsetzen. Das erspare ich Ihnen hier. Sie merken, worauf ich hinaus will.
Was brauchen Sie denn um glücklich und zufrieden zu sein?

Der Glaube versetzt Berge – manchmal auch Kilos

Der Satz “Der Glaube versetzt Berge” ist allgemein bekannt, wird oft zitiert, aber wohl eher selten genauer unter die Lupe genommen. Und wohl eher noch seltener auf sich selber angewandt. Dabei trifft er meiner Meinung nach absolut zu. Ich beobachte es täglich, bei anderen wie auch bei mir.

Wenn Menschen etwas glauben, sprechen wir auch von Glaubenssätzen. Das sind innere Überzeugungen, innere Abbilder der Wirklichkeit, die wir oft ungeprüft und unkritisch entweder von anderen – Eltern, Lehrer, Medien etc – übernehmen oder die auf eigener Erfahrung entstanden sind.
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