Davor Baggio


Davor Baggio
Psycholog. Berater, Coach und Mentaltrainer schreibt hier über Persönlichkeits-
entwicklung und andere Themen, die bewegen, berühren und Ihr Leben erleichtern.

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Numerologie und Tarot: Alles Humbug? Nein, im Gegenteil!

Zuerst müssen wir uns mal bewusst machen, dass das Tarot ursprünglich nicht als Orakel im Sinne einer Zukunftsvorhersagerei erschaffen wurde, sondern als eine Art Einweihungsweg zur Selbst- und Welterkenntnis. Mit der Zeit ist diese Bedeutung verwässert und das Tarot wurde – und wird immer noch – meist zum Voraussagen der Zukunft genutzt. Manche Menschen nutzen es auch als einen Weg mit dem eigenen Unbewussten zu kommunizieren. Ich persönlich bin der Überzeugung, dass es auch dafür geeignetere und sicherere Wege gibt und sehe das Tarot dafür nicht als sonderlich geeignet, möchte diese Nutzung aber hier nicht als schlecht bezeichnen. Die ursprünglichen Tarot-Systeme hatten in sich eine Symbolik, die dazu geeignet war, den Menschen durch das meditative Vertiefen darin in einen veränderten Bewusstseinszustand zu bringen in dem er sich selbst sehr nahe kam und zu tiefer Selbsterkenntnis gelangen konnte. Zu diesen Systemen gehören zunächst das Delphische Tarot und danach - bereits in der Symbolik etwas verwässert -  das Rider Waite Tarot.
Die moderneren Decks sind in aller Regel frei von dieser ursprünglichen Symbolik. Sie mögen vielleicht künstlerisch ansprechend sein, aber ihren Wert als Einweihungsweg “im Sinne des Erfinders” haben sie leider eingebüsst.
Was hat nun die Chaldäische Numerologie mit Tarot zu tun?
Sie bedient sich einer Symbolik, die auch vom uralten Delphischen Tarot gestützt wird. Mit Hilfe dieser Symbolik wird es viel einfacher, die Sprache der Zahlen recht rasch zu verstehen. In meinen Kursen nutze ich die Möglichkeit, zu jeder der Grundzahlen die entsprechende Tarot-Karte zu betrachten und sich in sie zu vertiefen. Dazu ist es weder nötig, das Delphische Tarot zu kennen, noch es zu besitzen. Es geht nur um die Symbolik einzelner Karten.
Hier sehen wir ein oft beobachtetes Phänomen, dass qualitativ ähnliche Informationen in unterschiedlichen Formen anzutreffen sind. Bei der Chaldäischen Numerologie – die meiner Meinung nach zur Mutter der Numerologie gehört - existiert zu jeder Zahl auch eine Planeten-Symbolik entsprechend der Astrologie und Kosmologie, eine Stein-, Farben- und Metallentsprechung. Pytagoras hat nicht umsonst behauptet: “Alles ist Zahl.” Diese Verknüpfung verschiedener “Symbol-Sprachen” macht es einfach, die Chaldäische Numerologie wirklich zu verstehen ohne irgendetwas auswendig lernen zu müssen.
Ein unglaublich faszinierendes Gebiet.

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